Die besten Tipps fürs Energiesparen in der neuen Wohnung
Beim Einzug in eine neue Wohnung hast Du die perfekte Gelegenheit, Deinen Energieverbrauch von Anfang an niedrig zu halten. Viele kleine Maßnahmen im Alltag können helfen, Strom und Heizkosten spürbar zu reduzieren. Schon mit einfachen Tricks lassen sich oft überraschend hohe Einsparungen erzielen. In diesem Artikel findest Du praxistaugliche Tipps, wie Du mit wenig Aufwand bares Geld sparen kannst.
Egal ob beim Heizen, Kochen oder dem Umgang mit Haushaltsgeräten – jedes Detail zählt.
Das Wichtigste in Kürze
- Halte Heizkörper frei von Möbeln und Vorhängen für effizientere Wärmeverteilung und geringere Heizkosten.
- Schalte Licht und Elektrogeräte nach Gebrauch immer vollständig aus, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.
- Koche mit Deckel und nutze die Restwärme der Herdplatte, um Energie zu sparen.
- Lüfte regelmäßig kurz und kräftig statt ständiges Fensterkippen, um Wärmeverluste zu reduzieren.
- Waschmaschine immer voll beladen und mit niedrigen Temperaturen betreiben; Kühlgeräte regelmäßig abtauen.
Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge verdecken
Die freie Zirkulation der warmen Luft ist entscheidend, damit Du beim Heizen keine Energie verschwendest. Wenn Du sperrige Möbel wie Sofas oder Schränke direkt vor den Heizkörper stellst, wird die erzeugte Wärme daran gehindert, sich im Raum auszubreiten. Das bedeutet, dass Du mehr heizen musst, um die gleiche angenehme Temperatur zu erreichen – und das kostet Dich auf Dauer unnötig Geld.
Auch lange Vorhänge können diesen Effekt haben, da sie die warme Luft zur Fensterscheibe lenken und dort abkühlen lassen. Besser ist es, stets einen gewissen Abstand zwischen Heizkörpern und Einrichtungsgegenständen zu lassen. Selbst ein kleiner Freiraum macht hier bereits einen spürbaren Unterschied aus.
Zudem solltest Du auch darauf achten, dass keine Ablagen oder breite Fensterbänke über den Heizkörpern angebracht sind. Diese wirken ähnlich wie eine Barriere und lenken die aufsteigende Wärme ins Leere statt in den Wohnraum. Schon einfache Anpassungen bei der Anordnung Deiner Einrichtung helfen Dir dabei, dauerhaft Heizkosten einzusparen und für ein angenehmes Raumklima zu sorgen.
Zusätzliche Ressourcen: So erkennst Du unseriöse Anbieter beim Einrichten von Internet & Telefon
Beim Verlassen der Räume immer das Licht ausschalten

Vor allem Glühlampen und Halogenleuchten verbrauchen auch bei kurzer Nutzung vergleichsweise viel Energie. Doch selbst energiesparende LED-Lampen sollten nicht länger als nötig leuchten – jede eingesparte Kilowattstunde zahlt sich am Ende aus. Du gewöhnst Dir diesen Handgriff am besten gleich nach dem Einzug an; irgendwann wird es ganz automatisch zur Routine.
Ein einfacher Tipp für den Alltag: Kontrolliere abends vor dem Schlafengehen noch einmal alle Räume darauf, ob irgendwo noch das Licht brennt. Auch Flure, Abstellräume oder die Küche werden gerne vergessen. Auf Dauer profitierst Du so von einer deutlich geringeren Stromrechnung und hast immer ein gutes Gefühl, wenn Du Deine Wohnung verlässt.
Kochwasser mit Deckel erhitzen und Restwärme nutzen
Ein einfacher Trick beim Kochen hilft Dir, spürbar Energie zu sparen: Erhitze das Kochwasser immer mit einem gut schließenden Deckel auf dem Topf. Ohne Deckel geht sehr viel Wärme ungenutzt verloren, da der Wasserdampf entweichen kann. Mit passendem Deckel gelangt die Hitze direkt ins Innere und sorgt dafür, dass das Wasser deutlich schneller kocht.
So verkürzt Du nicht nur die Kochzeit, sondern verbrauchst auch deutlich weniger Strom oder Gas. Für Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Gemüse lohnt sich dieser kleine Handgriff im Alltag doppelt: Deine Speisen sind schneller fertig und aus dem gleichen Grund bleibt mehr Energie in Deinem Geldbeutel.
Nutze außerdem die Restwärme Deiner Herdplatten, besonders bei elektrischen Kochfeldern. Schalte die Platte ruhig ein paar Minuten vor Ende der Garzeit aus, denn sie gibt weiterhin ausreichend Hitze ab, um Dein Gericht sanft fertig garen zu lassen. Dadurch kannst Du ohne Aufwand den Verbrauch weiter senken – viele moderne Kochfelder eignen sich bestens für diesen Energiespartrick.
Manche Herde verfügen sogar über Anzeigen, wann die Platte noch warm ist. Das macht es einfach, den optimalen Zeitpunkt zum Ausschalten zu finden. Schon durch dieses bewusste Kochen profitierst Du schnell von einer spürbaren Reduktion Deines Energieverbrauchs beim Zubereiten von Mahlzeiten.
„Energie, die wir nicht verbrauchen, müssen wir auch nicht bezahlen.“ – Claudia Kemfert
Steckerleisten mit Schalter zum kompletten Abschalten verwenden
Eine sehr einfache Möglichkeit, Deinen Stromverbrauch zu senken, ist das Verwenden von Steckerleisten mit Schalter. Viele Geräte ziehen auch dann weiterhin Strom, wenn sie vermeintlich ausgeschaltet sind. Sogenannte Standby-Verbräuche entstehen beispielsweise bei Fernsehern, Spielekonsolen oder auch Ladegeräten. Diese kleinen Mengen summieren sich im Laufe des Jahres allerdings zu einer beachtlichen Summe.
Stecke möglichst viele Deiner Elektrogeräte an eine schaltbare Mehrfachsteckdose. Mit nur einem Klick kannst Du den Stromkreis komplett unterbrechen und so jeglichen unnötigen Verbrauch stoppen. Gerade während der Nacht oder bei längerer Abwesenheit lohnt sich das konsequente Abschalten besonders.
Ein weiteres Plus: Du musst nicht jedes Gerät einzeln aus der Steckdose ziehen, sondern kannst mehrere gleichzeitig vom Netz trennen. Dadurch sparst Du Zeit im Alltag und schonst zudem die Lebensdauer vieler elektronischer Geräte. Einfache Steckerleisten mit Kippschalter sind bereits für kleines Geld erhältlich – damit hast Du Deine Ausgaben schnell wieder eingespart.
Achte beim Kauf darauf, dass die Steckerleiste einen gut erreichbaren Schalter hat, um das vollständige Ausschalten möglichst unkompliziert zu machen. Gewöhne Dir außerdem an, vor dem Schlafengehen oder Verlassen der Wohnung kurz daran zu denken – schon kleine Handgriffe machen am Ende den Unterschied.
Zusätzliche Ressourcen: Nach dem Umzug: Diese Versicherungen solltest Du checken
.table-responsiv {width: 100%;padding: 0px;margin-bottom: 0px;overflow-y: hidden;border: 1px solid #DDD;overflow-x: auto;min-height: 0.01%;}
| Tipp | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Heizkörper freihalten | Stelle keine Möbel oder Vorhänge vor die Heizung, um die Wärme optimal im Raum zu verteilen. |
| Licht ausschalten | Schalte das Licht beim Verlassen eines Raumes immer aus, um Strom zu sparen. |
| Kochwasser mit Deckel erhitzen | Nutze beim Kochen einen Deckel und verwende die Restwärme, um Energie zu sparen. |
| Steckerleisten mit Schalter | Verwende Steckerleisten mit Schalter, um den Standby-Verbrauch mehrerer Geräte gleichzeitig zu vermeiden. |
| Stoßlüften statt kippen | Lüfte gezielt und kurz mit weit geöffnetem Fenster, anstatt das Fenster dauerhaft zu kippen. |
| Kühlgeräte regelmäßig abtauen | Enteise Kühl- und Gefriergeräte regelmäßig und fülle sie optimal, um Energieverluste zu vermeiden. |
| Geräte komplett ausschalten | Schalte elektronische Geräte ganz aus und lasse sie nicht im Standby-Modus laufen. |
| Waschmaschine richtig nutzen | Betreibe die Waschmaschine nur voll beladen und wasche möglichst mit niedrigen Temperaturen. |
Kurzes, kräftiges Stoßlüften statt Fenster kippen

Kurzes, kräftiges Stoßlüften ist hier die deutlich bessere Methode. Öffne dazu die Fenster für wenige Minuten weit, am besten gleich gegenüberliegende oder mehrere Fenster auf einmal, sodass ein effektiver Durchzug entsteht. So wird die verbrauchte Luft rasch gegen frische ausgetauscht, ohne dass die Wände und Möbel im Raum auskühlen. Nach fünf bis zehn Minuten kannst Du die Fenster wieder schließen und behältst einen Großteil der zuvor gespeicherten Wärme im Raum.
Wenn möglich, solltest Du während des Lüftens die Heizung kurz herunterdrehen, um zusätzliche Verluste durch das offene Fenster zu vermeiden. Nach dem Schließen kann sie wieder angestellt werden. Diese einfache Maßnahme sorgt nicht nur für ein angenehmes Raumklima, sondern verhindert auch die Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel. Mit gezieltem Stoßlüften verbrauchst Du weniger Energie und erhältst trotzdem dauerhaft frische Luft in Deinen vier Wänden.
Mehr lesen: Was beim Haustürschildwechsel wichtig ist
Kühlgeräte regelmäßig abtauen und richtig befüllen

Idealerweise taust Du den Kühlschrank ab, bevor sich viel Eis gebildet hat – je weniger Frost, desto niedriger bleibt auch der Verbrauch. Auch beim Befüllen lohnt es sich aufzupassen: Kühl- und Gefrierfächer sollten nicht randvoll, aber auch nicht zu leer sein. Denn zu wenig Inhalt bedeutet, dass beim Öffnen des Geräts viel kalte Luft entweichen kann, die durch warme Umgebungsluft ersetzt wird. Dies zwingt Dein Gerät nach jedem Öffnen, stärker nachzukühlen.
Stelle außerdem sicher, dass heiße Speisen immer erst vollständig abgekühlt in den Kühlschrank kommen. Noch warme Gerichte sorgen sonst dafür, dass die Temperatur im Innenraum unnötig ansteigt. Mit diesen einfachen Maßnahmen schont Du nicht nur Deinen Geldbeutel, sondern sorgst gleichzeitig dafür, dass Deine Vorräte optimal gelagert werden.
Elektronische Geräte nach Gebrauch vollständig ausschalten
Viele elektronische Geräte verbrauchen auch dann Strom, wenn sie nicht aktiv genutzt werden. Dieser sogenannte Standby-Modus ist zwar praktisch, kann aber je nach Gerät über das Jahr hinweg überraschend viel Energie ziehen und Deine Stromrechnung erhöhen.
Um unnötige Kosten zu vermeiden, solltest Du Fernseher, Computer, Drucker oder Musikanlagen immer ganz ausschalten, sobald Du sie nicht mehr benutzt. Am besten trennst Du die Geräte sogar komplett vom Stromnetz – etwa indem Du schaltbare Steckerleisten verwendest. So kannst Du mehrere Geräte gleichzeitig mit einem Handgriff stromlos machen und hast sofort Kontrolle über den Verbrauch.
Auch Ladegeräte gehören dazu: Sie nehmen häufig weiterhin geringe Mengen Strom auf, selbst wenn kein Smartphone oder Tablet angeschlossen ist. Ziehe daher am besten alle Netzteile nach dem Aufladen aus der Steckdose.
Mit diesem Verhalten stellst Du sicher, dass kein heimlicher „Stromfresser“ in Deiner Wohnung bleibt, während Du außer Haus bist oder schläfst. Es lohnt sich, diese kleine Gewohnheit im Alltag zu integrieren – der Unterschied zeigt sich schnell auf Deiner Abrechnung.
Waschmaschine nur voll beladen und mit niedrigen Temperaturen nutzen
Ein wichtiger Tipp beim Energiesparen im Haushalt betrifft Deine Waschmaschine. Waschmaschinen verbrauchen am meisten Energie, wenn sie nur halb voll laufen. Deshalb solltest Du vor jedem Waschgang darauf achten, die Trommel möglichst komplett zu befüllen. Viele Modelle waschen bei voller Beladung genauso gründlich wie bei halber – ein zusätzlicher Waschgang für wenige Kleidungsstücke erhöht dagegen den Strom- und Wasserverbrauch unnötig.
Niedrige Waschtemperaturen sind in den allermeisten Fällen absolut ausreichend, da moderne Waschmittel schon ab 30° oder 40° Grad ihre volle Wirkung entfalten. Nur stark verschmutzte Wäsche benötigt wirklich höhere Temperaturen. Mit einer Wäsche auf niedriger Einstellung sparst Du nicht nur Strom, sondern schützt auch Deine Kleidung: Die Fasern bleiben länger gepflegt und die Farben leuchtend.
Verzichte so weit wie möglich auf Vorwäsche, sie verlängert das Programm und steigert den Verbrauch ohne zusätzlichen Nutzen bei normaler Wäsche. Achte außerdem darauf, besonders energieintensive Programme wie Kochwäsche nur dann zu wählen, wenn es unbedingt nötig ist. Schon kleine Umstellungen bei der Bedienung Deiner Waschmaschine senken die laufenden Kosten deutlich – und machen sich schnell auch im Geldbeutel bemerkbar.